Alexis

Champagne · Frankreich · 6 Weine

2015 wechselte der Betrieb vom Namen des Vaters auf den des Sohnes — und im selben Zug die Arbeitsweise. Die Herbizide verschwanden, der Boden wurde von da an mechanisch bearbeitet.

Im selben Jahr kam eine Grand-Cru-Parzelle in Aÿ dazu. Sie misst keine siebenhundert Quadratmeter.

Mehr über das Weingut

6 Produkte

Weinflasche Alexis Ageius, Ay Grand Cru Extra Brut, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Alexis Aria, Blanc de Blancs Extra Brut, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Alexis Arietis, Vandières, Brut Nature, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Alexis La Terre Mère, Extra Brut, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Alexis Totem Blanc Brut, Schaumwein aus der Champagne
Weinflasche Alexis Totem Rosé Brut, Schaumwein aus der Champagne

Das Sortiment

Der Einstieg

3 Weine · €50,90 bis €55,90

Die Mitte

2 Weine · €75,90 bis €81,90

Die Spitze

1 Wein · €103,95

Mehr über Alexis

Ein Wein als Bindestrich

Eine der Cuvées bezeichnet der Betrieb ausdrücklich als den Wein, der den Übergang zwischen dem alten und dem neuen Namen markiert. Der Markenwechsel wird also nicht verschwiegen, sondern bekommt eine eigene Flasche.

Zehn Hektar, vierzig Parzellen

Angefangen hat es 1870 mit einem einzigen Hektar an steilen Hanglagen. Die Familie führt sich als Winzer bis 1861 zurück und nennt ihre Ahnenfolge namentlich.

Heute liegen die Reben in Troissy, Dormans, Mareuil-le-Port, Vandières — und in Aÿ, der einzigen Grand-Cru-Gemeinde des Marne-Tals.

Die Böden sind kartiert

Und zwar vollständig, Schicht für Schicht. Die eigene Seite listet acht geologische Etagen von den tonigen Schluffen des Stampien bis zu den weißen und rostroten Sanden des Thanetien. In Aÿ liegt eine Kreidekuppe mit rotbrauner Tonschicht, in Troissy brauner Kalkboden auf Kolluvien.

Keine Trennung beim Pressen

Das ist ein bewusster Bruch mit der champagnetypischen Praxis. Üblicherweise wird der erste Pressabzug vom zweiten getrennt; hier nicht. Begründet wird das mit dem Respekt vor der ganzen Beere.

Die Moste werden schonend vorgeklärt, feine Hefen bleiben erhalten.

Keine malolaktische Gärung, kein Aufrühren

Vergoren wird ausschließlich mit betriebseigenen Hefen, überwiegend in Vierhundert-Liter-Fässern, daneben in großen Holzfässern, Steinzeugkrügen und Edelstahl. Füllung und Abstich richten sich nach dem Mondkalender. Die Dosagen liegen bei drei bis sechs Gramm.

Aus dem, was nicht in den Wein darf

Der letzte Pressabzug ist in der Champagne vorgeschrieben und darf nicht in den Wein. Hier wird daraus ein eigenes Erzeugnis gebrannt — im Januar, am gemeindeeigenen Brennkessel.

Daraus sind zwei geschützte Spirituosen mit geografischer Angabe geworden und ein Kräuterlikör, dessen Pflanzen ein bis zwei Tage im Brennkessel mazerieren, bevor destilliert wird. Seit 2025 gibt es dafür eine eigene Gesellschaft.

Auch Stillwein

Coteaux Champenois in Weiß und Rot — stille Weine aus derselben Herkunft, in der Champagne die Ausnahme. Der weiße stammt aus sechsundfünfzig Jahre alten Reben und ist weder filtriert noch geschönt.

Chardonnay gegen die Dorfmeinung

Auf einer Lage pflanzte der Vater Chardonnay, obwohl das im Ort nicht üblich war. Ausschlaggebend waren Bodenanalysen.

Nicht zu verwechseln

„Alexis“ ist nur der Vorname; der Betrieb heißt Champagne A. Leconte. An derselben Adresse und in derselben Familie läuft die Marke des Vaters weiter, mit eigener Website. In Troissy sind darüber hinaus mehrere weitere Betriebe mit demselben Familiennamen eigenständig eingetragen.

Die Spirituosen laufen unter zwei eigenen Markennamen, was in Handelslisten leicht wie zwei Erzeuger aussieht.

Angaben zu Familie, Lagen, Böden, Arbeitsweise und Erzeugnissen nach der Website des Betriebs, ergänzt um das französische Unternehmensregister, das Register der Agence Bio, das Verzeichnis von Demeter Frankreich und das amtliche Verzeichnis der Betriebe mit hoher Umweltzertifizierung. Der Betrieb ist seit der Ernte 2023 bio-zertifiziert. Zur Einordnung zweier verbreiteter Angaben: Im Demeter-Verzeichnis sind für diesen Betrieb ausschließlich die beiden Spirituosen eingetragen, nicht die Champagner — die Aussage, es handle sich um Demeter-Champagner, ist so nicht belegt. Und die im Verband geführte Umweltzertifizierung findet sich im amtlichen Verzeichnis nicht. Zur Übergabe stehen 2013 und 2015 nebeneinander, zur Generationenzahl fünf und sechs. Eine Produktionsmenge ist nicht belegt.