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Albert Mann Pinot Noir Clos de la Faille AC 2023 BIO
Clos de la Faille ist ein eingemauerter Weingarten am Fuß des Grand Cru Hengst in Wintzenheim — ein Stück Land, das geologisch direkt an eine der prestigereichsten Lagen des Elsass anschließt. Pinot Noir hat im Elsass keine Grand-Cru-Klassifizierung, doch wer Mannsche Pinot Noirs aus der Klasse von Clos de la Faille kennt, weiß, dass diese Bürokratie der Wirklichkeit weit hinterherhinkt. Hier reifen Pinot Noirs heran, die ohne weiteres in der ersten Reihe burgundischer Premier Crus mitspielen.
Die Reben hier sind durchschnittlich 30 Jahre alt und stehen auf eisenhaltigem Mergel und Kalkstein — derselbe Boden wie auf dem Hengst. Die Lese erfolgt manuell, vergoren wird spontan mit Ganztrauben-Anteil im offenen Bottich, ausgebaut wird in französischen Eichenfässern (rund 15 % neues Holz). Eine Vinifikation, die die Burgund-Schule sehr ernst nimmt, ohne den Wein zu erschlagen.
Im Glas helles, durchscheinendes Granatrot. In der Nase rote Kirsche, Himbeere, Veilchen, eine subtile Würze von Tabak und Anisbrot. Am Gaumen elegant, mit feinem, gut integriertem Tannin, präziser Säure und einer Länge, die nach mehr verlangt. Pinot-Noir-Trinker kommen hier voll auf ihre Kosten — und auch Burgund-Fans sollten dem Wein eine Chance geben. Begleitet rosa gebratenes Entenbrustfilet mit Kirschsauce, ein Pilzragout über Pasta, oder gegrillten Lachs. Tipp: 30 Minuten vorher karaffieren.
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