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Fritsch Pinot Noir "P" 2019 BIO
Karl Fritsch hat die familiäre Wagram-Domaine vor zwei Jahrzehnten konsequent auf Biodynamie umgestellt und damit zu einer der spannenderen Adressen Niederösterreichs gemacht. Wagram ist das Anbaugebiet östlich des Kremstals, mit charakteristisch lössigem Boden — historisch von Grünem Veltliner und Roter Veltliner geprägt, doch Fritsch hat in den letzten Jahren auch im Pinot Noir Maßstäbe gesetzt. Sein „Pinot Noir P" ist die Premium-Linie für die Sorte.
Die Reben für diesen Pinot Noir stehen auf den lössigen Wagram-Hängen, biodynamisch zertifiziert. „P" steht für die Premium-Selektion aus den ältesten Parzellen, mit Reben um die 30 Jahre. Vergoren wird mit teilweisem Ganztrauben-Anteil im offenen Bottich, ausgebaut in französischen Eichenfässern (rund 25 % Neuholz) über 14 bis 16 Monate. Eine Vinifikation, die der Burgunder-Schule sehr nahekommt — und 2019 war im Wagram ein vergleichsweise klassischer, präziser Jahrgang.
Im Glas helles, durchscheinendes Granatrot. In der Nase Sauerkirsche, Himbeere, Granatapfel, Veilchen, ein Hauch Sandelholz und subtile Würze von Anisbrot. Am Gaumen elegant, mit feinem, gut integriertem Tannin, lebendiger Säure und einer mineralisch-langen Nase. Wer österreichische Pinot Noirs noch nie ernst genommen hat, sollte hier hängenbleiben — die Verwandtschaft zu mittleren burgundischen Premier Crus ist nicht zu übersehen. Begleitet eine Entenbrust mit Kirschsauce, ein Pilzragout, oder einen reifen Bergkäse. Eine Stunde vorher karaffieren.
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