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Heinrich Blaufränkisch Edelgraben Leithaberg DAC 2017 BIO
Edelgraben Leithaberg DAC — das ist Blaufränkisch in seiner aristokratischen Form. Heinrich liefert hier einen seiner Klassiker aus den südostexponierten Hanglagen am Leithagebirge bei Breitenbrunn, wo Kalk- und Glimmerschiefer-Böden der Sorte eine Tiefe verleihen, die im Burgenland sonst eher selten ist. Der DAC Leithaberg ist die qualitative Spitze der Region und bringt Blaufränkisch näher an den Stil der nördlichen Rhône als an die opulenten Eisenberg-Klassiker.
Alte Weingärten in steiler Hanglage, biodynamisch nach respekt-BIODYN-Richtlinien bewirtschaftet, demeter-zertifiziert. Handlese Anfang Oktober, spontane Vergärung mit drei Wochen Maischestandzeit im Holzgärständer, schonend auf der Korbpresse abgepresst, anschließend 28 Monate Reife in gebrauchten 500-Liter-Eichenfässern. Heinrich greift hier maximal behutsam ein — die Lage soll sich selbst erzählen.
Im Glas tiefes Rubinrot, dunkel und glänzend. In der Nase präzise dunkelbeerige Frucht, erdige Tiefe und pfeffrige Würze — der Wein erzählt mit der Stimme eines Kavalierbaritons über zwei Oktaven. Am Gaumen druckvoll und griffig, dabei feinfühlig und kleinteilig: Schwarzbeere, kühles Gestein, ein Hauch Räucherspeck und ein langer steiniger Nachhall. Ein Wein für Lammrücken mit Wacholder-Jus, Pasta mit Steinpilzen und Schwarzwurzeln oder gereifte Bergkäse — mindestens 90 Minuten Luft, große Burgundergläser.
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