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Huet Le Mont Moelleux 2017 BIO
Le Mont Moelleux 2017 stammt aus der Première Côte oberhalb der Tuffsteinhöhlen östlich des Weinguts. Die Reben wurzeln in reinem Tuffstein — diese Bodenkombination liefert die straffsten, langlebigsten Süßweine des Hauses Huet. 2017 war ein klassischer Jahrgang mit guter Botrytis. Biodynamisch zertifiziert, spontan vergoren, im großen Holzfass auf der Hefe ausgebaut.
Im Glas leuchtet ein tiefes Goldgelb. Die Nase öffnet sich vielschichtig mit gelbem und grünem Apfel, reifer Ananas, Curryblättern, Safran, gemahlenem Stein und dem für Chenin typischen Hauch von Quitten und Honigwachs. Am Gaumen wirkt der Wein präzise und vertikal, die rund 53 Gramm Süße sind perfekt von der vitalen Säure und der mineralischen Struktur balanciert, der Abgang ist lang und steinig.
Hervorragend zu Fischcurry mit Kokosmilch und Ingwer, zu karamellisierten Jakobsmuscheln mit Morcheln oder zu Quittentajine mit Kardamom. Auch zu reifem Munster oder einem würzigen Vacherin eine außergewöhnliche Verbindung. Bei 11 bis 13 Grad servieren. Auf der Trinkhöhe mit Reifepotenzial bis weit in die 2060er.
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Die in Vouvray beheimatete Domaine Huet gehört zu den absoluten Spitzenbetrieben, an der Loire sowieso, und auch in ganz Frankreich. Huet, das ist Kult. Huet, das ist wie bei Biodyn-Legende Nicolas Joly, Chenin Blanc in Reinform. Der 35 Hektar kleine Familienbetrieb kreierte ein paar der allergrößten Legendenweine Frankreichs.
Ganz im Mittelpunkt stehen dabei die drei inzwischen zu Kultstatus erhobenen Lagen Le Haut-Lieu, Le Clos du Bourg und Le Mont. Am wichtigsten ist hierbei der mit Enstehung des Weinguts 1928 erworbene Weinberg Le Haut-Lieu. Eine Lage mit überwiegend lehmigen Böden. Die Lage Clos Du Bourg ist etwas steiniger gehalten mit Tuffsteinanteilen, und bringt oft den kräftigsten der drei Weine hervor. Le Mont kam erst 1957 dazu und beinhaltet neben Tuffstein noch ein wenig Silex.
Domaine Huet ist Mitglied im Biodyvin-Verband und in dieser Eigenschaft selbstredend Öko-Zertifiziert. Was den Kult an dieser Domaine ausmacht, ist wie bei beispielsweise Nicolas Joly, die außerordentliche Reifefähigkeit ihrer Weine. Weinlegenden aus 1945 oder 1947 zeigen sich auch heute noch überaus frisch und einzigartig. Weine auf Huet werden sowohl trocken, als auch edelsüß ausgebaut. Wie es bei Erzeugern von hochwertigen edelsüßen Weinen üblich ist, geschieht deren Lese in vielen Lesegängen, um die rosinierten Trauben fortlaufend zu optimaler Reife abzuernten. Der erste Lesegang, genannt 1ère Trie, hat dabei immer die klarsten und feinsten Weine zur Folge, je länger man mit der Lese wartet, desto kräftiger und intensiver geraten die daraus resultierenden Weine, desto erdiger und würziger wird die Botrytis-Aromatik. Kenner denken hier direkt an die Prädikatsstufen Auslese bis Trockenbeerenauslese.
Noël Pinguet, der Schwiegersohn von Gaston Huet, hat das Weingut bis 2012 zu weltweitem Ruhm geführt. Seit 2003 gehört es der Familie Hwang. Noël Pinguet, der Schwiegersohn von Gaston Huet, verließ 2012 die Domaine. Das löste ein Raunen in der gesamten Weinszene aus. Pinguet hatte den Stil biodynamischer Loireweine über Jahrzehnte dominiert und Huet zu Weltruhm geführt. Wie aber sollte es nun weiter vorangehen auf dem Weingut, das 2003 von der amerikanischen Familie Hwang aufgekauft worden war? Nach drei schwierigen Jahrgängen war spätestens mit der Präsentation des 2017er Jahrgangs klar: Seit 2015 sind drei große, aufeinanderfolgende Jahrgänge entstanden. Die Legende lebt!
Porträt:
Appellation: Vouvray, Loire
Rebfläche: 35 ha
Jahresproduktion: 150.000 Flaschen
Boden: Lehm, Sandstein, Silex
Rebsorten: Chenin Blanc
Durchschnittsertrag: 33 hl/ha
Rebalter: 15 Jahre
Zertifizierung: Biodyvin und Ecocert