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Nikolaihof Hefeabzug, Grüner Veltliner trocken 2023 BIO
Der jüngste Hefeabzug im Nikolaihof-Sortiment — und ein Wein, der seinen Namen zum Programm macht. Sechs Monate auf der Feinhefe im großen Holzfass, gewachsen auf Lehm, Löss und Paragneis, abgefüllt im April 2024 mit 1,5 Gramm Restzucker und 5,4 Gramm Säure. Nikolaihof arbeitet seit 1971 biodynamisch nach Demeter, und dieser Veltliner zeigt, warum die Methode bei Weinen mit Hefekontakt besonders spannende Ergebnisse liefert.
Der 2023er gibt sich beim Öffnen zunächst reduktiv — Zündplättchen, Feuerstein und ein Hauch Hefe in der Nase, der Skeptiker erst einmal irritiert. Doch genau hier wird es interessant: Mit Luft verflüchtigt sich die Reduktion und macht Platz für Küchenkräuter, Koriander, Kresse, Gurkenkraut, weißen Pfeffer und Zitrusspitzen. Was bleibt, ist ein mineralischer Eindruck, der an nassen Stein erinnert — ein Wein, der eine Transformation im Glas durchläuft.
Am Gaumen hefig-herb im Antrunk, mit cremigem Schmelz und einer Mineralik, die fest und griffig zupackt. Die Oberfläche wirkt fast pudrig, der Trinkfluss ist phänomenal — Sie werden die Flasche schneller leeren als geplant. Hervorragend zu Schlutzkrapfen mit Graukäse, gesottenem Karpfen im Lorbeer-Wurzelsud oder confiertem Kaninchen mit weißen Bohnen. Ein Wein, der für wenige Euro enormes Vergnügen bietet.
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