Aliestre Dancing Grapes Rosé 2025
Dass Rosé aus dem Alentejo mehr sein kann als ein Sommerlückenfüller, zeigt dieser Wein aus zwei sehr unterschiedlichen Sorten: Castelão, die alte, unkomplizierte Rebe des portugiesischen Südens, und Touriga Nacional, die stolzeste Sorte des Landes, sonst eher im Douro zu Hause. Halbe-halbe stehen sie im Glas, und die Farbe changiert zwischen Lachs und Orange.
Marmor, Ton und Kalkstein bilden den Untergrund; ein Teil der Reben steht in höheren Lagen, denen der Wein seine Balance verdankt. Auf der Maische stand er überhaupt nicht — der Saft ging direkt in den Tank und blieb dort fünf Monate im Edelstahl. Genau daher rührt der helle Ton: kein Schalenkontakt, kühle Reife, nichts Beschwerendes.
In der Nase Erdbeere und Himbeere, dahinter etwas Blütiges und ein Ritz Zitronenschale. Am Gaumen bleibt der Wein trocken und leichtfüßig, die Säure fällt ausgesprochen munter aus, die Frucht bleibt saftig, und mit 12 % Alkohol wird hier nichts schwer. Der Abgang ist frisch und endet bei der roten Beere.
Am Tisch gehört er ans Meer: Garnelen vom Rost, ein Bacalhau-Salat mit Olivenöl und Zitrone. Ohne Fisch tun es ein Tomaten-Mozzarella-Salat an einem heißen Tag oder Gemüse vom Grill mit reichlich Kräutern.
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