Churchill's Dry White Port
Weißer Port ist die unbekannte Seite des Douro. Er entsteht aus weißen Rebsorten — hier Malvasia Fina zu 70 Prozent und Códega zu 30 — und wird genauso aufgespritet wie sein roter Verwandter. Die Variante, die den Zusatz Dry im Namen trägt, ist die schlankere: Sie zielt weniger auf Fülle als auf Klarheit.
Die Reben stehen auf Schiefer, dem prägenden Gestein des Tals. Fünf Tage Gärung bei 28 Grad, dann beendet die Aufspritung den Prozess; anschließend reift der Wein im großen Holzfass. Abgefüllt wird unfiltriert — er kommt so ins Glas, wie er das Fass verlassen hat.
Ein heller Orangeton, ungewöhnlich für einen Weißwein und typisch für diesen Stil. Die Nase wirkt sehr klar und zeigt eine zurückhaltende, delikate Frucht; zum Schluss kommen feine Nussaromen dazu, die an geröstete Mandeln denken lassen. Alles daran ist harmonisch und elegant, auch die 19,5 Prozent, die sich erstaunlich unauffällig einfügen. Drei Jahre hält er sich, ausgeschenkt wird er kalt bei 8 bis 10 Grad.
Sein klassischer Platz ist vor dem Essen: gut gekühlt als Aperitif, in Portugal gern mit Tonic und einem Zweig Minze verlängert. Zu Tapas und gemischten Vorspeisen macht er ebenso eine Figur, und beim Käse ist er breit aufgestellt — von milden Sorten über kräftige bis zum Edelpilzkäse.
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