Flick Sauvignon Blanc 2024
Sauvignon Blanc im Rheingau ist noch immer eine kleine Provokation — die Sorte gilt als Kind der Loire und Neuseelands, nicht des Rheins. Sie funktioniert hier trotzdem, weil sie genau das mitbringt, was deutsche Weinberge liefern können: Säure, Kräuterwürze und eine Aromatik, die man sofort wiedererkennt. Das Weingut Joachim Flick füllt sie trocken ab.
Tonmergel steht unter den Reben, ein Boden mit Kalkanteil, der Wasser hält und den Trauben Kühle mitgibt — für eine Sorte, die bei zu viel Wärme rasch ihre Kontur verliert, ist das kein Nachteil. Der Ausbau bleibt elf Monate im Edelstahl. Holz wäre hier fehl am Platz; gefragt ist Klarheit.
Entsprechend direkt kommt die Nase: Stachelbeere zuerst, dazu der grüne Ton von frisch gemähtem Rasen und dahinter, ganz leise, etwas Exotisches. Am Gaumen dann Limette und ein Anflug grüner Paprika, alles auf einer knackigen Säure aufgereiht. 12,5 % Alkohol, und ein Abgang, der mineralisch und frisch nachklingt. Servieren Sie ihn kühl, bei 8 bis 10 Grad.
Dazu passt Ziegenkäse, am liebsten auf einem Salat mit karamellisierten Nüssen. Oder Sie gehen nach Asien: Garnelen mit Koriander und Zitronengras. Leichter Fisch geht ohnehin immer.
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