Flick Weißer Burgunder trocken 2025
Im Rheingau denkt man zuerst an Riesling. Der Weißburgunder steht dort in der zweiten Reihe, und gerade das macht ihn interessant: weniger Säurespannung, dafür mehr Fülle und ein ruhigerer Ton. Das Weingut Joachim Flick füllt ihn als deutschen Qualitätswein trocken ab — ein Wein für alle, die es klar mögen, aber nicht kantig.
Die Reben wurzeln in Ton und Tonmergel. Solche Böden halten Wasser fest und geben es in trockenen Wochen langsam wieder ab; die Trauben reifen dadurch gleichmäßiger und behalten Substanz. Im Keller bleibt der 2025er fünf Monate im Edelstahl. Kein Holz, kein Umweg — was ins Glas kommt, ist die Frucht selbst.
Und die zeigt sich freundlich: Honigmelone voran, daneben Aprikose und die weiche Süße einer reifen Williamsbirne, umspielt von weißen Blüten und einem Hauch Zitrus. Am Gaumen bleibt er saftig, eine lebendige Säure hält ihn aufrecht, dazu kommt eine feine Würze. Mit 12,5 % ist er kein Schwergewicht; er endet cremig und klingt lange mineralisch nach. Bei 8 bis 10 Grad servieren.
Am Tisch mag er Gemüse mit Röstaromen ebenso gern wie Fisch: gegrillter Fenchel, Parmesan darüber, dazu geröstete Mandeln. Oder ein gebratener Zander auf einem Risotto mit Zitrone und frischen Kräutern.
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