Weingut Joachim Flick Hochheim Königin Victoriaberg Riesling VDP1te Lage 2024
Wenige deutsche Weinberge tragen einen so klingenden Namen wie der Königin Victoriaberg bei Hochheim, benannt nach der englischen Königin. Das Weingut Joachim Flick füllt von dort einen Riesling als VDP-Lagenwein — im Rheingau, wo diese Rebsorte seit jeher den Ton angibt.
Auf Kalk gewachsen, elf Monate im großen Holzfass gereift: Das ist die ganze Rezeptur, und sie ist bewusst schlicht gehalten. Das Fass liefert hier keine Aromen, sondern Zeit und einen langsamen Luftzug; was am Ende in der Flasche steht, ist eine Frucht, die dichter und ruhiger geworden ist, als sie im Stahl geblieben wäre. Fünf Jahre Reife sind ihm zugetraut.
Im Glas leuchtet er wie flüssiges Gold. In der Nase Birne und weißer Pfirsich, dazu Aprikose und ein würziger Unterton, der das Fruchtbild ordnet. Am Gaumen nobel und elegant, mit einer Strahlkraft, die man selten so deutlich findet; trocken ausgebaut, 12,5 Prozent, und trotzdem ohne jede Kante. Bei acht bis zehn Grad im Glas.
Am Tisch bleibt er beweglich. Gebratener Fisch und Meeresfrüchte sind die naheliegendste Richtung, helles Fleisch funktioniert genauso, und auch vegetarisch gedeckt findet er seinen Platz — überall dort, wo Eleganz gefragt ist und nicht Wucht.
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