NEEF EMMICH Grauburgunder 2025
Grauburgunder ist eine Mutation des Spätburgunders — dieselbe Rebe, nur mit rötlich-grauer Beerenhaut, daher der Name. Aus ihr entsteht ein Weißwein mit mehr Gewicht und mehr Extrakt als bei den meisten Verwandten. Neef-Emmich hält ihn im Jahrgang 2025 bei 12,5 Prozent und trocken, also näher an der Frische als an der Fülle.
Die Reben stehen auf Mergel, einmal als Tonmergel, einmal als Kalkmergel: zwei Varianten desselben Prinzips, kalkhaltiger Ton, der Wasser hält und die Säure stützt. Vor dem Pressen blieben die Beeren drei bis sechs Stunden auf der Maische, danach reifte der Wein vier Monate im Edelstahl, wo er seine Klarheit behält, statt sie an ein Fass abzugeben.
Die Farbe: goldgelb. Der Duft kommt kräftig — roter Apfel und Williamsbirne voran, Mirabelle daneben, dahinter Kräuter und ein feiner Rauchton. Am Gaumen setzt sich das würzig fort, wieder Apfel und Birne, dazu eine leise Nussigkeit und eine Säure, die nichts erzwingt. Er bleibt geschmeidig, und der Nachhall hat Griff.
Am Tisch mag er Pilze und Kräuter: eine cremige Pasta mit Bärlauch, Zucchini und Egerlingen. Ebenso gut steht er neben einem Kartoffelgratin mit Taleggio, zu dem gebratener grüner Spargel gehört.
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