Artadi zählt zu den kompromisslosesten Lagen-Weingütern Spaniens. Es liegt in Laguardia in der Rioja Alavesa, wurde 1985 als Genossenschaft mehrerer Winzer gegründet und ab 1992 von Juan Carlos López de Lacalle übernommen und neu ausgerichtet. Im Zentrum steht der Tempranillo von alten Reben – und die Überzeugung, dass große Weine im Weinberg entstehen.
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Ende 2015 verließ Artadi die DOCa Rioja und vermarktet seine Weine seither ohne geschützte Herkunftsbezeichnung als „Vino de España“. Grund war der konsequente Fokus auf einzelne Lagen: Die Regeln der DOCa erlaubten es nicht, die jeweilige Einzellage auf dem Etikett auszuweisen – für López de Lacalle ein Widerspruch zu seiner Philosophie, die Herkunft eines Weins möglichst genau abzubilden.
Herzstück des Guts sind die einzeln ausgebauten Lagen, allen voran Viña El Pisón mit 1945 gepflanzten Reben auf kalkhaltigen Böden. Hinzu kommen Lagen wie El Carretil, Valdeginés und La Poza de Ballesteros. Auf rund 56 Hektar bewirtschaftet Artadi mehrere Einzelparzellen, die die unterschiedliche Geologie der Rioja Alavesa widerspiegeln.
Die Weinberge werden ökologisch bewirtschaftet, zentrale Lagen wie El Pisón und El Carretil biodynamisch; auf synthetische Spritzmittel wird verzichtet, die Bodenarbeit erfolgt teils mit Pferden. So versteht sich Artadi weniger als klassisches Rioja-Haus denn als Winzer, der Tempranillo als Ausdruck seiner Herkunft begreift.