Pago de la Jaraba Azagador Crianza DO 2019
Crianza ist in Spanien kein Marketingwort, sondern eine geregelte Kategorie: eine festgelegte Mindestzeit im Fass, dann weitere Ruhe auf der Flasche, bevor der Wein in den Verkauf darf. Pago de la Jaraba füllt unter diesem Begriff seinen Azagador aus Tempranillo, Cabernet Sauvignon und Merlot ab, gewachsen auf der gutseigenen Lage bei Villarrobledo.
Kalkstein, Ton, Mergel und Sand bilden dort den Untergrund — Kalk sorgt für Wasserreserven, Sand für Drainage, der Rest hält das Gleichgewicht. Der Ausbau erfolgt im Barrique, und der Jahrgang 2019 hatte inzwischen reichlich Zeit, Holz und Frucht ineinanderzufügen. Zehn Jahre Lagerfähigkeit stehen im Datenblatt; nach allem, was im Glas passiert, ist das keine Übertreibung.
Rubinrot. Die Beerenfrucht kommt intensiv, dahinter feine Würze und ein Zug ins Mentholische, wie ihn Eukalyptus hinterlässt. Das Fass ist präsent, aber elegant dosiert. Weich zeigt er sich am Gaumen und ohne jede Kante — ein Wein, der eher überzeugt als beeindruckt. Trocken, 13,5 %, bei 16 bis 18 Grad zu servieren.
Nudeln mit Tomatensauce sind der unkomplizierte Weg, Herzhaftes vom Schwein oder Rind der naheliegende. Ein Braten in dunkler Sauce, Fleisch vom Grill, Lamm, Wild — und ein Hartkäse mit Reife, wenn der Teller leer ist.
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