La Spinetta Giorgio Rivetti Barbaresco "Valeirano" DOCG 2019
Einundzwanzig Hektoliter je Hektar sind ein sehr niedriger Ertrag, und kaum eine andere Zahl sagt so direkt etwas über die Dichte eines Weins aus. Die Trauben aus der Lage Valeirano werden erst im Oktober gelesen, wenn der Nebbiolo als eine der letzten Sorten des Piemont so weit ist. James Suckling vergab 94 Punkte.
Der Untergrund ist reiner Ton: schwer, kühl, wasserhaltend. Ein Boden, der die Reife verlangsamt und den Weinen Substanz mitgibt. Nach über einem Tag auf der Maische geht der Wein für achtzehn Monate ins Barrique. Angelegt ist er auf sehr lange Sicht — als Lagerfähigkeit sind drei Jahrzehnte angesetzt, was bei einem Barbaresco dieser Machart keine leere Zahl ist.
Im Glas ein dunkles Kirschrot. Er wirkt konzentriert und fleischig, wie man solche Weine nennt, wenn sie mehr Substanz als Duft zeigen: dunkle Beerentöne, ein Gerbstoff, der trotz aller Dichte weich bleibt, und ein Nachhall, der nicht enden will. Reich und lang, mit 14,5 % Alkohol, die man ihm kaum anmerkt. Trocken, bei 16 Grad servieren.
Er gehört an einen Tisch mit Gewicht: Lamm und Wild, ein langsam geschmorter Braten im dunklen Fond, kräftiges Fleisch vom Feuer. Der Käse zum Abschluss darf alt und würzig sein.
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