Costa di Bussia Barbera d' Alba DOC 2023
Barbera d'Alba kommt von denselben Hängen wie die berühmten Nebbiolo-Weine der Langhe — nur bekommt die Rebsorte selten dieselbe Aufmerksamkeit. Zu Unrecht: Barbera bringt Säure und Saft mit, kaum Gerbstoff, und sie braucht keine langen Jahre im Keller, um sich zu zeigen. Costa di Bussia füllt sie hier in einer Fassung, die ganz auf Zugänglichkeit setzt.
Der Boden ist Tonmergel, wie er die Langhe prägt: kalkhaltig, kühl im Kern und ein guter Bewahrer jener Säure, die diese Rebsorte trägt. Sechs Monate im Barrique folgen — kurz genug, dass das Holz die Frucht nicht zudeckt, lang genug, um den Kanten etwas Rundung mitzugeben.
Mittleres Granatrot, und in der Nase geht es sofort zur Sache: Sauerkirsche voran, rote Beeren dahinter, alles saftig und ohne Umschweife. Am Gaumen geradeaus und klar gezeichnet, mit einer Frische, die wach hält, und einer Struktur, in der nichts hervorsticht. Trocken, 14 % — ein Barbera d'Alba, wie man ihn sich vorstellt: elegant genug für den Anlass, trinkfreudig genug für den Abend. Bei 16 bis 18 Grad ins Glas.
Zum Essen bleibt er unkompliziert: Rind vom Rost, geschmortes Schweinefleisch, eine dunkle Sauce dazu — und am Ende ein Käse mit Kante.
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