E. Pira & Figli Barolo 'Cannubi' DOCG 2020 BIO
Wenn im Barolo von Lagen die Rede ist, fällt der Name Cannubi meist zuerst. Der schmale Hügelkamm über dem Ort gilt seit jeher als Maßstab, weil er dem Nebbiolo zwei Dinge zugleich mitgibt, die sich sonst selten zusammenfinden: Kraft und Duft. Ein Cannubi wirkt oft früher zugänglich als andere Barolo, ohne dabei an Statur zu verlieren.
Der Grund liegt im Untergrund. Auf diesem Rücken treffen drei Bodenarten aufeinander — Ton, Sand und Kalk —, und jede steuert etwas anderes bei: Ton die Tiefe, Sand die Feinheit, Kalk die Spannung. Im Keller wird traditionell gearbeitet: über vierundzwanzig Stunden auf der Maische, danach vierundzwanzig Monate im großen Holzfass, einem Gefäß, das Zeit und Luft gibt, ohne Aromen aufzudrängen.
Im Glas ein intensiver Brombeerton. Die Nase ist erdig und vielschichtig: Orangenschale und schwarzer Tee zuerst, dahinter trockenes Herbstlaub, ein Hauch Rosenblatt und ganz am Rand eine grüne Spur, die an Petersilie denken lässt. Am Gaumen kraftvoll und dicht, das Gerüst straff gespannt und dabei erstaunlich weich — ein Barolo alter Schule. Mit 14,5 % hat er Statur; bei 17 Grad zeigt er sich am offensten.
Am Tisch verlangt er nach Gewicht: Wild und Lamm, Rind vom Grill, ein Schweinebraten unter dunkler Sauce. Käse darf kräftig sein, je reifer, desto besser.
Aus biologischem Anbau. Mehr über das Weingut: Chiara Boschis, E. Pira & Figli
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