Coop. San Pedro Regalado Canta Perdices DO 2022
In der Ribera del Duero heißt Tempranillo Tinto Fino, und er wächst dort unter härteren Bedingungen als anderswo in Spanien: auf Hochebenen um 800 Meter, mit kalten Nächten und heißen Tagen. Genau dieser Wechsel gibt den Weinen ihre dunkle Frucht und zugleich die Frische, die sie vor Schwere bewahrt. Die Genossenschaft San Pedro Regalado in La Aguilera legt mit dem Canta Perdices eine zugängliche Lesart der Herkunft vor.
Der Untergrund wechselt zwischen Kalkstein, Ton und Sand — drei Materialien mit ganz unterschiedlichen Aufgaben. Der Kalk sorgt für Spannung, der Ton hält Wasser und liefert Substanz, der Sand macht das Ganze durchlässig und den Wein damit feiner. Was daraus wird, hat Reserven: rund fünf Jahre kann man die Flasche liegen lassen, ohne dass etwas verloren geht.
Im Glas funkelndes Rubinrot. Die Frucht ist saftig und rot gehalten — Kirsche und Erdbeere voran —, dahinter stehen Tabak und Vanille und geben dem Wein Halt. Am Gaumen bleibt er verspielt, wie es das Etikett verspricht, mit einer würzigen Ader und einem floralen Anflug von Veilchen im Nachhall. Trocken, 13,5 %, bei 16 bis 18 Grad im Glas.
Zu Tapas und Paella ist er die naheliegende Wahl, aber er kann mehr: dunkles Fleisch vom Grill, Lamm, ein Schmorgericht mit Paprika. Kurz — überall dort, wo spanisch gekocht wird, macht er eine gute Figur.
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