Château le Coteau Margaux AOC 2020
In Margaux gehören die großen Namen längst überwiegend Konzernen und Investoren. Château le Coteau ist eine der wenigen Ausnahmen — ein Anwesen, das in Familienhand geblieben ist. Eric Léglise führt es heute, nachdem er an der Seite seines Vaters gelernt hat: mit dessen Erfahrung im Rücken und mit Respekt vor dem, was Generationen vor ihm angelegt haben.
Die Cuvée ist ein Lehrstück in Médoc-Arithmetik: 65 % Cabernet Sauvignon für Gerüst und Länge, 25 % Merlot für die Rundung, dazu 8 % Cabernet Franc und 2 % Petit Verdot als Würze. Gewachsen auf Kies, der Wärme hält und die Wurzeln nach unten schickt, gereift über sechzehn Monate im Barrique.
Tiefes Rubinrot im Glas, trocken, mit 13,5 % gut proportioniert. Was diesen Margaux ausmacht, ist die Balance: Struktur ohne Härte, Frucht ohne Schwere, ein Tannin, das sich beim zweiten Schluck schon geöffnet hat. Bei 16 bis 18 Grad servieren.
Am Tisch reicht die Spannweite von Kalbsbraten und Entenbrust über Rind und Lamm bis zu Wildgeflügel. Eine Pilzpfanne passt genauso, und ein mild gereifter Käse beschließt die Runde.
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