Renzo Masi Chianti Rufina Basciano DOCG 2023
Rufina ist eine der kleinsten und kühlsten Unterzonen des Chianti, östlich von Florenz gelegen, und sie hat einen eigenen Ruf: Weine mit mehr Rückgrat und mehr Geduld als der toskanische Durchschnitt. Der Basciano von Renzo Masi steht genau für diese Lesart — bei der AWC Vienna wurde er mit Gold bewertet.
Der Boden ist verwitterter Tonschiefer, karg und steinig, nichts, worauf es sich eine Rebe bequem macht. Vergoren wird warm, bei 29 Grad, die Maische steht über einen Tag. Danach zwölf Monate Barrique: Das Holz ist hier kein Beiwerk, sondern Teil der Rechnung — es bindet das Tannin ein und legt die Grundlage dafür, dass der Wein sechs Jahre liegen darf.
Rubinrot im Glas. Die Nase verbindet Steinobst und Kirsche — Pflaume reif, Kirsche saftig — mit einem feinen Kräuterton. Am Gaumen zeigt er Kraft, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten: lebendige Säure, geschmeidiges Tannin, eine Frucht, die sich nicht versteckt. Trocken, 14 Prozent. Der Nachhall zieht sich lang und würzig hin und trägt eine mineralische Spur. Bei 16 bis 18 Grad öffnen.
Zu diesem Wein gehört kräftige Küche. Lamm und Wild zuerst, dann ein Rinderbraten, dunkel geschmort, Schwein vom Grill, Pasta mit reichlich Tomate. Käse darf reif sein, weich wie hart.
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