Château Oliver Domaine de Chevalier AOC Pessac-Léognan GC Classé 2016
Vier Rebsorten zu exakt gleichen Teilen — Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot, jede ein Viertel: Für einen Bordeaux ist das ungewöhnlich, denn normalerweise gibt eine Sorte den Ton an. Domaine de Chevalier hat den 2016er anders gebaut, und die Rechnung geht auf.
Möglich macht das die Lage. Die Weinberge zählen zu den kühlsten des Bordelais und liegen von Pinienwald eingefasst — vom geheimen Garten des Besitzers ist die Rede. Auf Lehm und Kies reifen die Trauben langsam und behalten ihre Frische. Achtzehn Monate im Barrique geben dem Wein anschließend Halt, ohne die Frucht zuzudecken.
Tiefes Rubinrot im Glas, in der Nase dunkle Beeren, am Gaumen ein Tannin, das straff steht und trotzdem nicht kantig wirkt. Trocken und mit 13,5 % gut ausbalanciert, getragen von der Finesse, für die dieses Gut steht. Fünfzehn Jahre Lagerfähigkeit sind angesetzt; getrunken wird er bei 16 bis 18 Grad.
Zu Tisch: geschmortes Rind, Lamm aus dem Ofen, Wildbret. Wo Trüffel im Spiel ist, hat er ohnehin seinen Platz — und zum Schluss ein Stück gereifter Hartkäse.
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