Domains Laurent Perrachon et Fils Juliénas «Clos des Chers» AOC 2023
Ein Clos ist im französischen Weinbau eine abgegrenzte, historisch gewachsene Parzelle — dass ein Wein den Namen einer solchen trägt, ist immer eine Ansage. „Clos des Chers“ kommt aus Juliénas, einem der zehn Crus des Beaujolais, und zeigt, wie weit Gamay gehen kann, wenn man ihm Zeit gibt.
Granit bildet den Untergrund: karger, warmer Fels, der den Reben wenig schenkt und ihnen dafür Tiefe abverlangt. Zwölf Monate reifte der Wein anschließend im großen Holzfass — nicht im kleinen Barrique, das ihm seinen Duft genommen hätte, sondern in einem Gebinde, das vor allem Luft und Zeit liefert. Das Ergebnis ist ein Lagerpotenzial, das man einem Gamay kaum zutraut: zehn Jahre sind angesetzt.
Im Glas ein schimmerndes Rubinrot. In der Nase ein ruhiges, gleichmäßiges Bild aus roter Frucht und Pfingstrose, nichts drängt sich vor. Am Gaumen sind die Tannine fein gearbeitet und vollständig eingebunden, der Wein bleibt trotz 13,5 % leichtfüßig, und der Nachhall bleibt lebendig und frisch. Trocken, bei 16 bis 18 Grad zu servieren.
Am Tisch verlangt er nach Gebratenem mit Kruste: Ente mit knuspriger Haut zuerst, dann Medaillons vom Schwein. Auch kräftig gewürztes Schmorgemüse hält gut mit — er braucht kein Fleisch, um zu funktionieren.
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