Francois Lurton Là, Là & Là 2024 BIO
Vin de France heißt: keine Appellation, keine Vorgabe, welche Rebsorte wo zu stehen hat. François Lurton nutzt diese Freiheit für einen Satz aus vier Sorten — Grenache trägt mit sechzig Prozent den Hauptteil, Syrah und Carignan steuern je fünfzehn bei, Tannat die letzten zehn. Mit elf Prozent Alkohol bleibt das Ergebnis ungewöhnlich leicht für einen Rotwein.
Die Böden sind steinig — Schiefer und magerer Lehm mit hohem Steinanteil. Solche Lagen zwingen die Wurzeln in die Tiefe und bringen eher würzige als üppige Trauben. Im Keller folgen drei Monate Edelstahl, kein Fass: Der Wein soll schmecken, wie er gewachsen ist.
In der Nase zuerst rote Frucht: Himbeere und reife Erdbeere, dahinter schwarze Johannisbeere. Darüber legen sich Thymian und Rosmarin, dazu das Veilchen, das dem Ganzen eine florale Spitze gibt. Am Gaumen ist er geschmeidig und zugleich lebendig, getragen von saftiger Kirsche und einer Würze, die zwischen weißem Pfeffer und Muskat liegt — dazu jene trockene Kräuternote, die man in Südfrankreich Garrigue nennt. Im Abgang bleiben Mineralität, Lakritz und feine Röstnoten. Trocken, kühl zu servieren bei 10 bis 12 Grad.
Am Tisch passt er zu Thunfisch vom Grill mit Ratatouille und mediterraner Kräuterwürze — dass man ihn kühl trinkt, macht das möglich. Ebenso gut steht er neben einer deftigen Pfanne aus Linsen und Tomaten.
Aus biologischem Anbau.
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