La Spinetta Giorgio Rivetti Langhe Nebbiolo DOC 2025
Ein Langhe Nebbiolo ist der jüngere Bruder der großen Weine des Piemont: dieselbe Rebsorte, früher zugänglich, ohne den Anspruch, Jahrzehnte überdauern zu müssen. La Spinetta zieht die Trauben dafür aus Neive, Treiso und Grinzane Cavour — Gemeinden, deren Namen sonst auf Barbaresco- und Barolo-Etiketten stehen.
Drei Gemeinden bedeuten drei Untergründe: Tonmergel, Sand und Kalk. Der Mergel gibt dem Wein Substanz, der Sand die feine Textur, der Kalk die Frische — eine Zusammenstellung, die weniger auf Wucht als auf Beweglichkeit zielt.
Rubinrot und im Glas eher zart als breit. Schwarze Johannisbeere trifft auf Pflaume, darunter liegt eine kühle Nuance, die an Pfefferminz erinnert und dem Wein etwas Verspieltes gibt. Am Gaumen sorgt die Säure für Länge und Nerv, das Tannin ist frisch und feinkörnig, ohne je grob zu werden. Trocken, mit 14 % gut ausbalanciert, zwischen 17 und 20 Grad am zugänglichsten.
Sein Platz am Tisch ergibt sich aus Säure und feinem Tannin: Vitello tonnato, ein Teller Salumi, Tajarin mit Fleischsugo, Risotto mit Pilzen, Geflügel aus dem Ofen. Für sehr fette oder scharf gewürzte Gerichte ist er zu fein — ein mittelalter Käse dagegen passt ihm gut.
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