José Maria da Fonseca Montado VR 2023
Der Alentejo ist Portugals weite Mitte: Ebenen, Korkeichen, viel Sonne — und Weine, die daraus meist ihre Wärme beziehen. Montado versammelt vier Sorten, die diese Landschaft prägen: Trincadeira mit 40 Prozent und Aragonês mit 38 Prozent als Hauptstimmen, dazu Syrah und Alicante Bouschet in kleinen Anteilen. Aragonês ist übrigens dieselbe Rebe, die in Spanien Tempranillo heißt.
Er stammt aus Reguengos, einer der bekannten Unterzonen der Region. Vier Monate Barrique geben ihm einen leisen Rahmen — kurz genug, dass das Holz nicht die Regie übernimmt, lang genug, dass die Kanten weich werden. Mehr passiert im Keller nicht, und mehr braucht dieser Wein auch nicht: Er will nicht ausgebaut, sondern getrunken werden.
Ein mittlerer Rubinton, ein Duft nach Kirsche und Himbeere, saftig und ohne Umschweife. Am Gaumen weich, rund und gefällig im besten Sinne — nichts sperrt, nichts drängt sich vor. Mit 13 Prozent und trockenem Ausbau bleibt er leicht auf den Beinen; bei 12 bis 14 Grad, also spürbar kühl, macht er am meisten Freude.
Ein Wein für den Anfang des Essens und für alles Unkomplizierte danach: Tapas und gemischte Antipasti, Pasta mit Tomatensauce, zarte Stücke vom Schwein oder Rind, Gekochtes, Kurzgebratenes aus der Pfanne, helle Saucen. Beim Käse die milden Sorten.
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