La Spinetta Giorgio Rivetti Pin Monferrato Rosso DOC 2021 BIO
Im Piemont werden Rebsorten selten gemischt — umso interessanter ist eine Cuvée wie diese: 65 Prozent Nebbiolo, 35 Prozent Barbera. Der Nebbiolo bringt Gerüst, Duft und Länge mit, die Barbera Saft und Säure. Was einzeln jeweils eine Kante hätte, ergänzt sich hier zu etwas Rundem.
Die Trauben wachsen bei Neive und Costigliole auf Kalk und Ton. Bemerkenswert ist die Standzeit auf der Maische: nur sieben bis zwölf Stunden, ein Bruchteil dessen, was ein Nebbiolo sonst bekommt. Der Wein zieht so weniger Gerbstoff aus den Schalen und wird früher zugänglich. Zwölf Monate im Barrique geben ihm anschließend die Würze, die man im Nachhall wiederfindet.
Rubinrot im Glas, im Duft vielschichtig: Veilchen über dunkler Kirsche, dahinter Pflaume. Am Gaumen kraftvoll und zugleich harmonisch — reife Beerenfrucht, ein Zug Kakao, darunter das Holz. Die Tannine sind weich, der Abgang elegant und von einer Frische getragen, die den 14,5 % die Schwere nimmt. Trocken, und bei 16 Grad servieren, nicht wärmer.
Zu Tisch passen kräftige Sachen: ein Schmorbraten in dunkler Sauce, Lamm, Wild, dazu alles, was Rind oder Schwein auf dem Grill hergeben. Zum Abschluss ein würziger Hartkäse.
Aus biologischem Anbau.
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