José Maria da Fonseca Ripanço VR 2022
Ripanço kommt aus dem Alentejo, von der Lage Monte da Ribeira. Vier Rebsorten teilen sich die Cuvée recht gleichmäßig auf: Aragonez mit 32 Prozent, Trincadeira mit 28, Syrah mit 25 und Alicante Bouschet mit 15. Das ist die typische Handschrift der Region — zwei portugiesische Klassiker, ein internationaler Würzegeber und eine Färbersorte, die dem Ganzen Tiefe gibt.
Der Boden ist Granit, und das ist im Alentejo nicht selbstverständlich. Granitböden gelten als kühlere Unterlage; sie geben den Weinen eine Frische, die man in dieser heißen Region sonst suchen muss. Die Maische bleibt nur sieben bis zwölf Stunden auf den Schalen — kurz genug, dass die Gerbstoffe fein bleiben, lang genug für Farbe und Frucht.
Mittleres Rubinrot. Die Frucht ist ausladend: Himbeere, Cassis und Schwarzkirsche. Veilchen, Schokolade und ein Ton von geröstetem Butterbrot legen sich darüber. Am Gaumen fruchtbetont und gut gebaut, getragen von einer lebhaften Säure und rundgeschliffenem Gerbstoff — 13 Prozent, mehr braucht es nicht. Bei 15 bis 16 Grad kommt er am besten zur Geltung.
Zu rotem Fleisch ist er die naheliegende Wahl, aber er kann mehr: Gemüse vom Rost, ein kräftiger Fisch wie Thunfisch oder Lachs, und beim Käse ein würziger Hartkäse mit ein paar Jahren auf dem Buckel.
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