Domaine La Grange Rondeur Appassimento VdF 2024
Appassimento kennt man vor allem aus dem Veneto: Die Trauben werden nach der Lese angewelkt, verlieren Wasser und konzentrieren alles, was in ihnen steckt. Dass eine südfranzösische Domaine dieses Verfahren auf Grenache Noir, Syrah und Mourvèdre anwendet, ist ungewöhnlich — und erklärt, warum dieser Wein aus der Reihe fällt. Der Name Rondeur, also Rundung, ist dabei Programm.
Die Reben wurzeln in vulkanischem Gestein, das Wärme speichert und den Trauben unter dem regenarmen Mittelmeerhimmel zusätzliche Reife mitgibt. Der Ausbau dauert zwölf Monate und findet im Edelstahl statt — die Konzentration stammt hier aus dem Weinberg, nicht aus dem Fass. Bis zu vier Jahre lässt sich der 2024er lagern.
Im Glas ein dunkles Rot mit ziegelroten Reflexen. In der Nase zuerst schwarze Johannisbeere und dunkles Obst, dann der Rosinenton, den das Anwelken hinterlässt, dahinter Rosmarin, Thymian und Pfeffer. Am Gaumen weich und füllig gebaut, umspielt von Blaubeere und Himbeere; im Abgang kehrt die Würze der Garrigue zurück. Mit 14 Volumenprozent ein Wein von Gewicht — 16 Grad reichen ihm.
Am Tisch macht er sich breit: eine Platte mit südfranzösischer Wurst, Käse in mehreren Reifegraden, Gegrilltes vom Fleisch, aber ebenso von Fisch oder Gemüse.
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