Renzo Masi Rosso di Toscana IGT 2025
Derselbe Rebsatz wie im Chianti — Sangiovese mit einem kleinen Anteil Colorino —, aber ohne den engen Rahmen der Herkunftsregeln: Ein Rosso di Toscana darf einfacher ausfallen, jünger, direkter. Renzo Masi nutzt diesen Spielraum für einen Wein, der nichts beweisen muss und deshalb auch nichts vorgibt.
Steiniger Lehm bildet auch hier den Untergrund. Die Trauben bleiben über einen Tag lang auf der Maische — lange genug, dass Farbe und Frucht in den Wein übergehen. Danach folgen fünf Monate im Edelstahl, ein kurzer Ausbau, der die Jugendlichkeit erhält, statt sie wegzupolieren.
Kirschrot mit purpurnen Reflexen, eine junge Farbe. Die Nase ist einladend und ohne Umschweife: reife Kirsche, Waldbeeren, ein Kräuterhauch dahinter. Im Mund weich und trocken, mit milden Gerbstoffen und feiner Würze; die Frucht bleibt saftig, ohne dick zu werden — 13 Prozent, mehr braucht es nicht. Er endet zugänglich und rund, Beerenfrucht bleibt stehen, dazu eine Spur Lakritz. Bei 16 bis 18 Grad.
Sein Platz ist der werktägliche Tisch: Pasta mit Tomatensugo, Geschmortes vom Rind, Schweinefleisch aus der Pfanne oder gekocht, gern auch mit einem hellen Fond — und ein Stück Hartkäse dazu.
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