Serre dei Roveri Barbaresco DOCG 2023
Barbaresco und Barolo trennen wenige Kilometer und verbindet dieselbe Rebsorte. Der Unterschied liegt im Detail: In Barbaresco reift der Nebbiolo etwas früher, die Weine dürfen kürzer im Keller bleiben und geben sich meist eher zu erkennen. Wer die Sorte kennenlernen möchte, ohne ein Jahrzehnt zu warten, fängt oft genau hier an.
Die Reben stehen auf sandigem Lehm über Ton und Mergel — eine Kombination, die Substanz liefert, ohne den Wein schwer zu machen. Der Sandanteil arbeitet auf Feinheit hin, Ton und Mergel stellen das Rückgrat. Zeit hat er ohnehin reichlich: Bis zu zehn Jahre kann man ihn liegen lassen, ohne dass er ungeduldig würde.
Im Glas ein granatrotes Bild. Der Wein wirkt sofort saftig, anregend, ordentlich gebaut. Kirsche und rote Johannisbeere führen, dazu Rosenblätter, und im Nachhall stellt sich eine würzige Note ein, die an Süßholz denken lässt. Trocken, mit 14 % gut ausbalanciert und mit einem Finale, das erstaunlich lange stehen bleibt. Bei 16 Grad ins Glas.
Am Tisch verträgt er Deftiges: geschmortes Lamm, Wild, ein Stück Rind oder Schwein, Gebratenes in kräftiger Sauce — und Käse, der etwas zu sagen hat.
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