Serre dei Roveri Barolo DOCG 2022
Barolo darf sich nur nennen, was aus elf Gemeinden rund um den Ort selbst kommt — Novello ist eine davon und gehört zu den weniger geläufigen Adressen. Die Rebsorte bleibt dieselbe: Nebbiolo, hell in der Farbe, überbordend im Duft und streng im Gerüst. Kaum eine andere Traube verpackt so viel Kraft in so wenig Farbe.
Drei Bodentypen liefern hier die Grundlage: Tonmergel, lehmiger Sand und Kalkmergel. Der Ton hält das Wasser, der Sand arbeitet auf Feinheit hin, der Kalk gibt dem Wein den aufrechten Gang. Achtzehn Monate im großen Holzfass runden das ab — Fassreife ohne Barrique-Handschrift, damit der Duft der Rebsorte im Vordergrund bleibt.
Kräftiges Rubinrot im Glas. Der Duft ist von fast unerschöpflicher Vielschichtigkeit: rote wie schwarze Früchte in voller Reife, darüber Rose und Veilchen, dazu Pfeffer, Würze und ein Anklang von Süßholz. Das Tannin bleibt dabei samtig und warm, nie streng. Trocken ausgebaut, von 14,5 % Alkohol getragen und mit Reserven für ein gutes Jahrzehnt im Keller. Bei 16 bis 18 Grad servieren.
Am Tisch gehört er neben Gebratenes vom Kalb und Wild, ein Filet, Fleisch vom Rost — und wer mag, stellt zum Ausklang gereiften Käse dazu.
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