Terre Avare Nero di Troia IGT 2025
Nero di Troia ist die stillste der großen apulischen Rotweinsorten. Sie reift spät, bringt viel Gerbstoff mit und liefert Weine, die weniger auf Wucht als auf Würze und Kontur setzen — genau das macht sie neben dem allgegenwärtigen Primitivo so interessant.
Hier wächst sie auf Ton, und im Keller geht es mit demselben Material weiter: Acht Monate reift der Wein in der Amphore. Das ist eine bewusste Entscheidung gegen das Fass: Der gebrannte Ton lässt Sauerstoff langsam eindringen und rundet die Gerbstoffe, steuert aber keine eigenen Aromen bei. Was bleibt, ist die Rebsorte selbst, nur ruhiger und geschlossener als direkt nach der Gärung.
Kräftiges Kirschrot im Glas. In der Nase reife Frucht und dunkle Beeren, dazu getrocknete Kräuter, ein Hauch schwarzer Olive, Veilchen und eine feine Röstnote. Der Bau ist kraftvoll, die Tannine seidig, die Säure präzise gesetzt — daraus entsteht die Tiefe. Zum Schluss dunkle Schokolade, Tabak und mineralische Würze. Trocken, 13 % Alkohol, vier Jahre Lagerpotenzial; bei 16 bis 18 Grad.
Am Tisch ist er unkompliziert und genau darin stark: Er begleitet Pastagerichte und Pizza, ohne sich in den Vordergrund zu spielen.
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