Terre Avare Primitivo IGT 2025
Primitivo ist Apulien im Glas — dieselbe Rebsorte, die in Kalifornien Zinfandel heißt, hier aber ganz anders schmeckt. Der tiefe Süden Italiens gibt ihr Wärme, Reife und jene dunkle, fast eingekochte Frucht, für die sie geliebt wird.
Der Boden ist Ton: schwer, kühl im Kern, wasserhaltend. Im heißen Apulien ist das kein Nachteil, sondern die Bedingung dafür, dass die Trauben nicht überstürzt reifen. Zehn Monate liegt der Wein danach im großen Holzfass. Große Fässer geben weniger Röstaroma ab als kleine, dafür Zeit und einen sanften Luftaustausch, der die Gerbstoffe rundet.
In der Nase reife Pflaume und dunkle Kirsche, dazu ein rosinenartiger Ton, Gewürze und ein Anflug Vanille. Die Textur ist samtig, die Frucht dicht gepackt, die Tannine weich; die Fülle läuft rund über den Gaumen, ohne schwer zu werden. Im Abgang Nougat, Kakao und feine Würze. Trocken ausgebaut, 13,5 % Alkohol, bei 16 bis 18 Grad.
Zu Tisch verlangt er Substanz: ein Stück Rind vom Rost, Schweineschmorbraten mit dunklem Fond, Lamm oder Wild. Ein kräftiger Käse am Ende passt ihm ebenso.
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