Terre Avare Susumaniello Salento IGT 2024
Susumaniello war vor wenigen Jahrzehnten fast verschwunden. Die Salento-Sorte trägt in jungen Jahren so reich, dass ihr Name auf das Lasteselchen anspielt, das alles schleppt — mit dem Alter der Reben sinkt der Ertrag, und übrig bleibt eine der eigenwilligsten Rebsorten Apuliens.
Die Reben wurzeln in Ton mit Schieferanteil: Der Ton hält Wasser über den langen Sommer, der Schiefer speichert Wärme und sorgt für Drainage. Sechs Monate reift der Wein im Barrique, kurz genug, dass das kleine Fass nur die Kanten glättet, statt die Sorte zu übertönen. Sechs Jahre kann er im Keller liegen.
Tiefdunkles Rot im Glas. Das Bouquet ist intensiv und mediterran: dunkle Kirsche, reife Brombeere, dazu Kräuter, schwarzer Pfeffer und ein Veilchenton. Am Gaumen kraftvoll und saftig zugleich, die Säure hält ihn wach, die Tannine geben Halt und Tiefe. Der Abschluss bringt Kakao, feine Würze und einen mineralischen Zug. Trocken, mit 14 % Alkohol; bei 16 bis 18 Grad servieren.
Er passt zu Focaccia mit Steinpilzen, zu Fusilli mit Languste, kurz in der Pfanne gebraten. Wildgerichte nimmt er auf, Trüffel erst recht, und ein gereifter Käse macht den Abschluss.
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