Terre de Tramontane Arrivant Rouge AOP 2023 BIO
Grenache, Syrah, Mourvèdre — sechzig, fünfundzwanzig, fünfzehn Prozent: Das ist die klassische Aufteilung des französischen Südens, und sie hat ihren Grund. Der Grenache liefert reife Frucht und einen warmen Kern, die Syrah steuert das dunkle Gerüst bei, der Mourvèdre die Nachdrücklichkeit im Tannin. Zusammen ergeben sie im Languedoc-Roussillon jene Weine, die man in dieser Form an keiner anderen Adresse bekommt.
Drei Bodenarten teilen sich die Lagen: Kalkstein, Ton und Schiefer. Der Kalk hält die Säure aufrecht, der Ton versorgt die Reben mit Wasser, der Schiefer speichert Wärme und gibt sie nachts zurück — eine Kombination, die Kraft und Kontur gleichzeitig möglich macht. Im Keller genügt ein kurzer Aufenthalt von drei Monaten im Barrique, um dem Wein Halt zu geben, ohne ihn zu übermalen. Fünf Jahre Lagerpotenzial stehen ihm zu Buche.
Ein funkelndes Rubinrot im Glas. In der Nase reife rote Früchte, umspielt von der Kräuterwürze der Garrigue, jener niedrigen Macchia, die im Süden rings um die Weinberge wächst. Am Gaumen elegant und komplex zugleich, mit Tanninen, die Kraft haben, ohne rau zu werden. Der Wein ist trocken, mit 14,5 % kräftig gebaut, und sein Finish steigert sich, statt abzufallen. Servieren Sie ihn bei 15 Grad, nicht wärmer.
Am Tisch führt der Weg zum kräftigen Braten: ein Ragout vom Wild auf breiten Bandnudeln, eine Lammkeule, in Kräuter eingerieben. Und wer danach noch beim Käse landet, sollte zu den ausdrucksstarken Sorten greifen.
Aus biologischem Anbau.
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