La Grange Tradition Sabatier AOP Languedoc 2022
Carignan gehört zu den alten Arbeitspferden des französischen Südens — lange als Massenträger verschrien, heute wiederentdeckt, weil er auf kargem Untergrund genau das liefert, was dem Languedoc guttut: Griff, Würze und eine dunkle Grundierung. Die Syrah stellt ihm Frucht und Pfeffer zur Seite. In Gabian, wo La Grange arbeitet, treffen beide auf einen Boden, der ihnen entgegenkommt.
Dort liegt Kalkgestein neben vulkanischer Verwitterung — eine Paarung, die den Reben das Wasser rationiert und ihnen zugleich eine mineralische Spur mitgibt. Das Klima tut das Seine: mediterran, trocken, viel Licht und wenig Regen. Zwölf Monate reifte der 2022er im Edelstahl, ohne Holz, damit sich nichts zwischen die Frucht und das Gestein schiebt.
Im Glas ein kräftiges Rubinrot. Die Nase führt von dunklem Beerenobst zu einer nussig-gerösteten Würze und einem balsamischen Zug. Am Gaumen ist der Wein trocken und geradlinig gebaut, die 14 Volumenprozent tragen ihn, ohne ihn schwer zu machen; der Nachhall zieht sich lang und bleibt erdig. Bei 16 Grad ins Glas.
Am Tisch mag er Deftiges: gereiften Hartkäse, Ente aus dem Ofen, dunkles Fleisch aus der Schmorpfanne, dazu Eintöpfe, die kräftig gewürzt sein dürfen.
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