Vino Lauria

Sizilien · Italien · 8 Weine

1993 schloss die Familie Lauria ihr Weingut in Alcamo aus wirtschaftlichen Gründen. Das Gebäude stand danach leer. Sein Großvater hatte es 1958 gegründet.

2005 kam Vito Lauria als Önologe nach Sizilien zurück, arbeitete zunächst für einen anderen Betrieb und renovierte den Familienkeller nebenher. Fünf Jahre später, 2010, gründete er die Firma und füllte den ersten eigenen Jahrgang ab.

Mehr über das Weingut

8 Produkte

Vino Lauria Solerte IGT Terre Siciliane 2025 BIO
Vino Lauria Catarratto Costabisaccia IGT Terre Siciliane 2025 BIO
Vino Lauria Grillo Giardinello DOC Sicilia 2025 BIO
Vino Lauria Quarantasarme, Perricone IGT Terre Siciliane 2022 BIO
Weinflasche Vino Lauria FontaneBianche Alcamo Classico DOC BIO, Weißwein aus Sizilien
Rücketikett Vino Lauria FontaneBianche Alcamo Classico DOC BIO mit Pflichtangaben
Weinflasche Vino Lauria Solerte Macerato IGT Terre Siciliane BIO, Weißwein aus Sizilien
Rücketikett Vino Lauria Solerte Macerato IGT Terre Siciliane BIO mit Pflichtangaben
Weinflasche Vino Lauria Solerte IGT Terre Siciliane BIO, Weißwein aus Sizilien
Weinflasche Vino Lauria Zio Paolo DOC Sicilia BIO, Rotwein aus Sizilien
Ausverkauft

Das Sortiment

Mehr über Vino Lauria

Ein Fass, das die Schließung überlebte

1978 legte Vitos Vater das erste Fass eines Marsala Vergine an — Grillo aus der Lage Patti Piccolo, in Alberello-Erziehung, ein Fass aus slawonischer Eiche mit fünfzig Hektolitern. Es wird als Perpetuo geführt: Jedes Jahr wird entnommen und mit neuem Wein aufgefüllt, das Datenblatt nennt bis heute den Jahrgang 1978.

Dieser Zyklus lief auch weiter, als der Betrieb 1993 schloss. Ein Teil des Guts ist damit älter als das Gut in seiner heutigen Form.

Nerello Mascalese, aber nicht vom Ätna

Das ist die interessanteste Behauptung des Hauses, und sie ist eine bewusste Gegenthese. Nerello Mascalese gilt heute als die Sorte des Ätna. Vino Lauria bezieht sie aus Sambuca di Sicilia im Südwesten der Insel — mit der Begründung, bis vor rund vierzig Jahren sei sie die einzige rote Sorte gewesen, die man in diesem Teil Siziliens überhaupt fand.

Catarratto dreimal getrennt

Im Alcamo-Gebiet gilt Catarratto meist als Verschnittmasse. Hier wird die Sorte aus drei verschiedenen Lagen einzeln abgefüllt: Costabisaccia bei Grisi auf sechshundert Metern in Nordlage, FontaneBianche und Santa Nicola am Nordhang des Monte Bonifato, ebenfalls auf sechshundert Metern.

Der Radice aus Santa Nicola steht dabei fünfzehn Tage auf der Maische.

Die Lage steht auf dem Etikett

Giardinello, Costabisaccia, FontaneBianche, Zio Paolo, Radice — das sind keine Fantasienamen, sondern Lagen- und Ortsbezeichnungen. Der Betrieb hat das schon 2012 als Programm formuliert: Der Jahrgang solle mit der Herkunftslage auf dem Etikett stehen.

Ton für Rot, Kalk für Weiß

So fasst das Gut seine Böden zusammen, in den sanften, gut durchlüfteten Hügeln um Alcamo. Der Frappato bildet die Ausnahme in mehrfacher Hinsicht: Er wächst auf sandigen Böden bei Scoglitti im Ragusanischen, weit im Südosten — der Betrieb nennt ihn selbst den Fremden im Sortiment.

Ein Wein, den es nicht jedes Jahr gibt

Der Quarantasarme aus Perricone entsteht nur, wenn das Jahr es hergibt. Die Flächen zwischen Alcamo und Camporeale werden jährlich beobachtet und nur bei erreichter Qualität überhaupt vinifiziert.

Im Keller

Erzogen wird im Spalier, nur der Marsala-Grillo steht im Alberello. Ausgebaut wird überwiegend vier bis achtzehn Monate im Edelstahl; zwei Weine reifen zwölf Monate in ungetoastetem Holz. Mehrere Weine bekommen vorab vierundzwanzig Stunden Kaltmazeration.

Die Weine sind als biologisch ausgelobt — so stand es durchgängig auf der eigenen Website und auf allen Datenblättern. Welche Stelle zertifiziert, ist allerdings nirgends nachprüfbar; deshalb steht hier kein Zertifizierer.

Nicht zu verwechseln

Lauria ist auch eine Gemeinde in der Basilikata — mit diesem Betrieb hat sie nichts zu tun, der Name kommt vom Familiennamen. Näher liegt eine andere Falle: In Alcamo selbst ist eine zweite Firma namens Lauria im Weinbau eingetragen, ein anderes Unternehmen mit anderer Anschrift.

Und die Lage Giardinello di Rapitala trägt eine Ortsbezeichnung, unter der auch ein deutlich größeres, völlig unabhängiges Weingut firmiert.

Angaben zu Lagen, Sorten, Böden und Kellerarbeit nach archivierten Fassungen der Website des Betriebs — die letzte vollständige stammt von März 2022; die Domain führt heute nicht mehr zum Weingut und sollte nicht aufgerufen werden. Identität und Sitz sind über das italienische Handelsregister und die Enoteca Regionale della Sicilia belegt. Zur Rebfläche und zur Jahresproduktion nennt der Betrieb selbst keine Zahlen; die Angaben im Handel widersprechen sich deutlich.