Alceño Premium Syrah D.O. 2022
Jumilla im Südosten Spaniens ist eigentlich Monastrell-Land: heiß, trocken, karg. Dass hier auch die Syrah zurechtkommt, überrascht nur auf den ersten Blick, denn sie erträgt Hitze, ohne ihre Würze zu verlieren. Alceño stellt sie mit 85 Prozent in den Vordergrund und lässt die heimische Monastrell mitlaufen, die für Halt und südliches Rückgrat sorgt.
Der Untergrund ist Kalk — in einem so warmen Klima der beste Verbündete, weil er den Reben hilft, Säure zu bewahren. Die Trauben bleiben länger als 24 Stunden auf der Maische, vergoren wird im Tank, danach folgen sechs Monate im Barrique: kurz genug, dass das Holz Gewürz beisteuert, statt den Wein zu übernehmen.
Kräftiges Purpurrot im Glas. Die Nase führt von reifer Frucht zu allem, was das Fass mitbringt — Toast und Vanille, Kokos, dazu eine rauchige Spur, die an Torf denken lässt. Am Gaumen trocken, weich und ausdrucksstark, mittleres Gewicht, das Tannin rund und beinahe süßlich. Die Säure ist zurückhaltend, reicht aber, um dem Wein noch einige Jahre Entwicklung zuzutrauen. 14,5 % trägt er mühelos; bei 16 Grad stimmen die Proportionen.
Der Grill ist sein natürlicher Platz: Fleisch vom Rost, dazu Käse mit etwas Reife. Ebenso überzeugend steht er neben Geschmortem vom Wild.
Aus biologischem Anbau.
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