Marco Porello Barbera d'Alba 'Mommiano' DOC 2024
Barbera ist die meistangebaute rote Rebsorte des Piemont und war lange die am wenigsten beachtete: viel Säure, wenig Tannin, dafür Saft. Erst bessere Hänge und ein ernsthafter Ausbau zeigten, was in ihr steckt. Marco Porellos Mommiano aus Canale ist genau so ein Barbera — einer, den man nicht nebenbei trinkt.
Ton und Kalk bilden den Untergrund: Der Ton hält Wasser durch trockene Sommer, der Kalk hält die Säure wach — für eine Rebsorte, die von ihrer Säure lebt, keine schlechte Kombination. Nach über einem Tag auf der Maische reift der Wein acht Monate im Barrique, kurz genug, dass das Holz die Frucht nicht zudeckt, lang genug, um ihm Halt zu geben. Vier Jahre Lagerpotenzial hat er damit.
Rubinrot im Glas, im Duft klar auf der roten Seite der Frucht. Was diesen Barbera unterscheidet, ist der mineralische Zug darunter — er gibt der Frucht einen Boden, auf dem sie stehen kann. Am Gaumen saftig, die Säure gut eingebunden, dahinter eine Struktur, die man einem Barbera d’Alba so nicht zutraut. Trocken, 14 %, bei 18 Grad servieren.
Er ist beweglich am Tisch und braucht nicht zwingend Fleisch. Tomaten, mit Polenta gefüllt, funktionieren hervorragend, ebenso ein Konfit aus sonnengetrockneten Tomaten. Und Pak Choi aus der Pfanne, mit Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer, findet in der Säure des Weins den Gegenpart, den das Gericht braucht.
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