Di Lenardo Chardonnay IGT 2025
Chardonnay wächst auf jedem Kontinent, und genau das macht die Sorte schwer zu fassen: Sie nimmt an, was ihr Standort ihr vorgibt, und tritt selten mit einer eigenen Meinung auf. Bei Di Lenardo kommt sie von der Lage Lis Maris im Friaul und wird als IGT Venezia Giulia gefüllt.
Die Parzelle liegt auf Lehm, teils sandig durchsetzt, gemischt mit Kieselsteinen und Schotter — ein Untergrund, der Wärme speichert und Wasser weitergibt. Im Keller bleibt es zurückhaltend: vier Monate Edelstahl, kein Holz im Spiel. Was an Vanille im Glas steht, stammt deshalb nicht aus dem Fass, sondern aus der Frucht selbst.
Goldgelb im Glas. Die Nase bringt reifen Pfirsich und gelben Apfel, dazu die bittere Frische abgeriebener Zitronenschale. Am Gaumen cremig, die Säure sauber eingebunden, eine feine Würze darunter, ein mineralischer Unterton. Trocken ausgebaut und mit 12,5 Prozent gut proportioniert. Der Nachhall hält lange an und trägt Blütenhonig und jene Vanillenote mit hinaus. Bei 12 Grad ins Glas.
Die Cremigkeit verlangt nach Gerichten mit etwas Bindung: Kalb in Rahmsauce, ein Gratin aus dem Ofen, Risotto, gebratenes Geflügel. Fisch und Meeresfrüchte passen ebenso, Schweinefleisch, sofern es zart gegart ist, und zum Abschluss ein milder Käse.
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