Domaine de l'Olivier Côtes du Rhône Blanc AOP 2025
Weißer Côtes du Rhône macht nur einen kleinen Teil der Appellation aus — die allermeisten Flaschen sind rot. Umso interessanter ist, was die Domaine de l'Olivier hier zusammenstellt: vier Rebsorten zu gleichen Teilen, jede mit einer klaren Aufgabe. Viognier steuert den Duft bei, Roussanne die Struktur, Grenache Blanc den Körper, Clairette die Frische. Ein Viertel jeweils, keine dominiert.
Sandiger Lehm als Boden hält die Balance zwischen Wasserspeicher und Durchlässigkeit — Reben, die weder darben noch üppig wachsen. Im Keller bleibt es dann schlicht: vier Monate Edelstahl, kühl und ohne Holz, damit die aromatische Zeichnung der vier Sorten scharf bleibt. Zwei Jahre kann man ihn liegen lassen, wobei er schon jung zeigt, was er hat.
Helles, glänzendes Goldgelb im Glas. Der Duft ist zart — Birnenblüte, weißer Pfirsich, nichts davon laut. Am Gaumen kommt reife Honigmelone, dann setzt Zitrus dagegen und hält alles frisch. Darunter läuft eine mineralische Linie, kühl wie Kalkstein. Säure und Schmelz stehen in feiner Balance; der Wein ist trocken und mit 13,5 % gut proportioniert. Der Abgang zieht sich lang hin und behält dabei etwas Leichtes. Bei 10 Grad servieren.
Am Tisch reicht die Spanne weit: eine Dorade vom Grill mit Fenchel und Zitronenthymian nimmt die mineralische Seite auf; Geflügel in einer Sauce mit Estragon findet in der Säure des Weins das Gegengewicht zur Sahne; und warmer Ziegenkäse auf geröstetem Brot, mit Walnüssen und einem Löffel Honig, holt die Melonen- und Birnennoten nach vorn.
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