Enate Chardonnay 234 DO 2025
Der Gegenentwurf zum fassgereiften Chardonnay: Hier bleibt die Sorte drei Monate im Stahl und zeigt sich ohne Umweg. Was von ihr übrig bleibt, wenn man das Holz weglässt, ist mehr, als viele erwarten — Enate macht mit dem 234 aus Somontano genau darauf aufmerksam.
Der Untergrund ist reiner Kalk, und für Weißwein gibt es kaum ein besseres Fundament: Kalk hält die Säure aufrecht und legt jene steinige Spur, die sich später durch den ganzen Wein zieht. Auf den Schalen stehen die Beeren nur drei bis sechs Stunden, gerade lange genug für etwas Aromentiefe, dann geht es in den Tank.
Zitronengelb im Glas. Die Nase führt von der Birne zur Aprikose und weiter zu einem nussigen, kühl-steinigen Grund. Am Gaumen ist er trocken und stimmig gebaut, wieder mit dieser Nussnote, dazu die Frische gelber Früchte. Der Abgang bleibt lang und mineralisch. Mit 13,5 % gehört er zu den zurückhaltenderen Weißweinen; drei Jahre übersteht er ohne Mühe, am besten bei 9 bis 12 Grad im Glas.
Sein Einsatzgebiet ist ungewöhnlich weit gesteckt. Er trägt eine Vorspeisenplatte ebenso wie Schalentiere und Fisch, steht neben Geflügel und zartem Kalb oder Schwein, neben Gekochtem und allem, was aus der Pfanne kommt, solange die Sauce hell bleibt. Zum Schluss ein Käse, der nicht zu würzig ist.
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