Quinta da Boavista Espiga Branco VR 2025
Portugals weiße Cuvées leben davon, dass kaum jemand die Rebsorten kennt. Hier tragen Fernão Pires und Arinto zusammen siebzig Prozent — die eine bringt Duft, die andere jene Säure, für die Arinto im ganzen Land geschätzt wird. Sauvignon Blanc, Moscatel und Verdelho ergänzen zu je zehn Prozent. Gewachsen ist der Espiga bei Aldeia Galega da Merceana, nördlich von Lissabon.
Kalkstein und toniger Lehm bilden die Basis, die Kellerarbeit hält sich bewusst kurz: sieben bis zwölf Stunden Standzeit, gerade genug, um Aroma aus den Schalen zu lösen, dann ein einziger Monat im Edelstahl. Alles ist darauf angelegt, den Jahrgang so frisch wie möglich auf die Flasche zu bringen — drei Jahre hält er trotzdem.
Ein intensiver Strohton im Glas. Die Frucht wirkt einladend und kühl: grüner Apfel voran, Stachelbeere dahinter, ein Hauch Kiwi. Darüber liegen florale Töne und jene feine Muskatnote, die das Moscatel im Verschnitt hinterlässt. Trocken und mit nur 12,5 % ein ausgesprochen leichtfüßiger Weißwein, der bei 8 bis 10 Grad seine Frische ausspielt.
Er eröffnet gern als Aperitif und bleibt dann gleich am Tisch: zu einer Platte kleiner Vorspeisen, spanisch als Tapas oder italienisch als Antipasti, zu Fisch und Schalentieren, zu Nudeln in heller Sauce.
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