False Bay Slow Chenin Blanc 2025
Chenin Blanc ist am Kap keine Modesorte, sondern Grundausstattung. Kaum irgendwo sonst steht so viel Rebfläche davon, und sie liefert vom leichten Alltagswein bis zum großen Gewächs jede Spielart. False Bay siedelt diesen hier im leichtfüßigen Bereich an: kein Wein, der beeindrucken will, sondern einer, der schmeckt.
Gewachsen ist er auf Sandboden und Granit, zwei Untergründen, die Wasser kaum halten und den Reben nichts schenken. Eine Maischestandzeit gab es nicht, die Beeren wurden direkt abgepresst, sodass Gerb- und Bitterstoffe aus den Schalen gar nicht erst in den Wein gelangen. Sechs Monate Edelstahl schließen die Arbeit ab.
Gelb mit grünen Reflexen. In der Nase weißer Pfirsich, ergänzt um reife Steinfrucht ohne scharfe Kanten. Am Gaumen fällt vor allem der Schmelz auf, ein weiches, fast cremiges Mundgefühl, in das die Säure so ruhig eingebettet ist, dass sie erst beim zweiten Schluck auffällt. Der Nachhall bleibt zurückhaltend und erinnert an Nektarine und Aprikose. 13 %, trocken, unaufgeregt, bei 8 bis 10 Grad zu servieren.
Ein Wein für die helle Küche. Gebratene Scholle mit Butter, Pasta in einer hellen Sauce oder ein grüner Salat, auf dem noch warme Hähnchenstreifen liegen — mehr braucht es nicht.
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