False Bay Windswept Sauvignon Blanc 2025
Windswept steht nicht zufällig auf dem Etikett. Die False Bay südlich von Kapstadt ist bekannt für ihren Wind, und Reben, die ihm ausgesetzt sind, bilden kleinere Beeren und weniger Blattmasse aus. Für Sauvignon Blanc ist das ein Vorteil, denn die Sorte will Kühle und Bewegung, sonst wird sie fett.
Der Boden ist Sandgestein, karg und schnell entwässernd. Auf der Maische stand der Most keine Stunde, er wurde direkt abgepresst, damit nichts Grobes mitkommt, und reifte anschließend sechs Monate im Edelstahl. Kein Holz, keine Umwege: Dieser Wein soll nach dem Ort schmecken, aus dem er stammt.
Strahlendes Grüngelb im Glas, und die Nase liefert, was man erwartet und trotzdem selten so klar bekommt: salzige Frische, dahinter das gesamte grüne Register. Am Gaumen zuerst Stachelbeere, dann Brennnessel und grüne Paprika. Mit 12,5 % bleibt er leicht, der Abgang ist trocken, lang und zieht sich hinaus wie eine auslaufende Welle. Bei 10 bis 12 Grad ins Glas.
Am Tisch ruft er nach dem Meer. Krabben etwa, ganz schlicht zubereitet, eingelegte Meeresfrüchte mit Zitrone und Öl, vor allem aber Forelle vom Grill, deren Röstaromen die grüne Säure ausgezeichnet vertragen.
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