Weinhof Anton Waldschütz Hof Rosé 2025
Zweigelt ist die meistangebaute rote Rebsorte Österreichs, und als Rosé zeigt die Sorte eine Seite, die im Rotwein gern untergeht: helle Beerenfrucht, wenig Gewicht, viel Trinkfluss. Der Wagram liefert dafür die passende Grundlage — ein breiter Lössrücken nördlich der Donau, dessen Weine selten kantig ausfallen.
Die Reben stehen auf Löss in mehreren Spielarten: reiner Löss, Lösslehm und eine kiesige Variante, dazwischen eine Passage Schiefer. Löss hält Wärme und Wasser, der Schiefer bringt einen kühleren Ton hinein. Im Keller zählt bei einem Rosé vor allem, was nicht geschieht: Die Maische steht höchstens zwei Stunden, gerade lang genug für die Farbe und viel zu kurz für Gerbstoff. Danach vier Monate Edelstahl, kein Holz, kein Umweg.
Im Glas ein helles Himbeerrot. Die Nase führt mit Erdbeere und Himbeere, dahinter meldet sich rote Johannisbeere, darüber liegen Blüten und ein feiner Kräuterzug. Am Gaumen trocken, hell und aufrecht, die Säure genau dort, wo sie hingehört, das Fruchtbild klar bis in den Nachhall. Mit 12 % ein Wein, den man nicht portionsweise trinkt.
Am Tisch macht er sich neben allem gut, was vom Rost kommt und nicht zu schwer gerät: Lachs mit Ofengemüse und einem Zweig Zitronenthymian etwa. Ebenso schön zu Burrata mit Basilikum auf einer Panzanella aus Tomaten und altem Brot.
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