Mea Culpa Vino Rosso - Magnum - 1,5L
Die Magnum ist keine Angeberflasche, sondern die bessere Reifeform: Anderthalb Liter teilen sich denselben Korken wie 0,75 Liter, altern deshalb langsamer und gleichmäßiger. Zum Mea Culpa passt das große Format ohnehin — Primitivo, Syrah und Merlot ergeben eine Cuvée, die auf Geselligkeit angelegt ist. Dass ein Wein dieses Zuschnitts aus Venetien kommt und nicht aus dem Süden, ist der zweite ungewöhnliche Zug an ihm.
Gewachsen ist er auf Ton und Sand. Der Ton speichert Wasser und verleiht Substanz, der Sand entwässert und hält die Aromatik fein — die Mischung erklärt, warum der Wein Fülle und Kontur zugleich besitzt. Zehn Monate im Barrique folgen; das Fass steuert Vanille und Mokka bei, ohne die Frucht zuzudecken.
Im Glas ein tief dunkles Purpur. Über allem liegen zunächst Schokolade und Tabak, dann treten Erdbeere, Brombeere und Kirsche hervor, warm und breit angelegt. Am Gaumen: weiches Tannin, lebendige Säure, ein fein gezeichneter Körper, der die 14,5 % mühelos trägt. Im Nachhall bleiben Tabak und Vanille stehen. Fünf Jahre Lagerzeit sind ihm zugedacht, und dem kommt das große Format entgegen. Serviertemperatur 16 bis 18 Grad.
Auf dem Tisch verlangt er nach Schmorfleisch — Rinderrouladen etwa, deren Füllung aus Lardo, Zwiebeln, Pinienkernen und eingelegten Backpflaumen die dunkle Seite des Weins spiegelt.
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