Mulderbosch Sauvignon Blanc 2025
Sauvignon Blanc zählt zu den Aushängeschildern Südafrikas, und Stellenbosch mit seinen bergumrahmten Weinbergen gehört zu den Ursprungslagen, in denen die Rebsorte ihre Frische am eindrücklichsten zeigt. Mulderbosch hat sich hier über Jahrzehnte einen Namen für Weißweine mit Kontur gemacht, die weniger auf laute Frucht als auf Struktur setzen.
Die Reben wurzeln in einem Mix aus sandigem Lehm, Granit und Konglomeratgestein — ein durchlässiger Untergrund, der die Trauben nicht zu Üppigkeit, sondern zu Spannung zwingt. Nach der Lese blieb der Most sieben bis zwölf Stunden auf der Maische, bevor der Wein neun Monate im Edelstahltank reifte, ganz ohne Holzeinfluss, damit Frucht und Mineralik unverstellt bleiben.
Im Glas zeigt sich helles Zitronengelb. In der Nase treten zuerst grüne Töne hervor, schwarze Johannisbeere und Stachelbeere, gefolgt von Limettenschale und weißem Pfirsich; im Hintergrund mischen sich Guave und Melone mit würzig-kräuterigen Anklängen der heimischen Fynbos-Vegetation. Am Gaumen sorgt das Hefelager für einen cremigen Unterton, während knackige Säure, ein salziger Zug und florale Nuancen für Spannung sorgen. Trocken, mineralisch, im Abgang bemerkenswert fokussiert — bei 13,5 % Alkohol.
Am Tisch zeigt er seine Stärken bei zart gegartem Fisch: eine Ceviche vom Kabeljau oder vom Seeteufel, reichlich mit Limette und frischen Kräutern angemacht, findet in seiner Säure ein Gegenstück. Auch zu einer Vorspeise aus grünem Spargel mit Butter-Zitronen-Sauce oder zu einem Salat, der Ziegenkäse mit Fenchel und Gurke verbindet, passt er ausgezeichnet — die würzige Salznote im Wein greift solche Gerichte gern auf.
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