Pinot Grigio Valdadige DOC 2025
Pinot Grigio hat in Norditalien ein Zuhause gefunden, das der Sorte oft besser bekommt als ihre burgundische Herkunft: kühle Nächte, viel Licht, lange Reifezeiten. Im Valdadige, dem Tal, durch das die Etsch nach Süden zieht, entsteht daraus ein Weißwein, der auf Klarheit setzt statt auf Fülle. Der 2025er ist genau so einer.
Der Untergrund wechselt hier auf engem Raum: Sand, Kies, Kalkstein und sandiger Lehm liegen dicht beieinander und ergeben zusammen einen Boden, der Wärme speichert und trotzdem gut entwässert. Auf der Maische stand nichts — die Trauben gingen direkt in die Presse, damit keine Gerbstoffe ins Spiel kommen. Danach ein einziger Monat im Tank, gerade genug, um den Wein zu klären.
Zitronengelb im Glas. Die Nase liefert weiße Blüten, Zitruszeste und grüne Birne, dazu einen kräuterigen Zug. Am Gaumen ist er straff und trocken, mit klarer Säure und einer mineralischen Kante, die das Ganze präzise wirken lässt. 12,5 % sind gut eingebunden. Der Abgang bleibt kühl und lang und legt eine geröstete Mandelnote nach. Zwei Jahre Zeit hat er; bei 12 Grad servieren.
Er passt zu allem, was hell auf den Teller kommt: Kalb und Geflügel, gebratener Fisch, Pasta in heller Sauce, ein Teller gemischter Antipasti — und beim Käse funktioniert er weich wie hart.
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