Domaine La Grange Rondeur Blanc VdF
Vin de France ist die Kategorie ohne Herkunftskorsett — sie erlaubt einem Erzeuger, Rebsorten zu kombinieren, die eine Appellation ihm verbieten würde. Die Domaine La Grange nutzt das für einen Verschnitt aus drei südfranzösischen Weißen: Grenache Blanc für den Körper, Vermentino für Frische und einen salzigen Zug, Viognier für den Duft. Jede der drei bringt mit, was den anderen fehlt.
Zwölf Monate Edelstahl sind für einen Weißwein dieser Art eine lange Zeit. Kein Holz, keine Röstnoten — stattdessen Reife auf neutralem Material, bei der die Rebsorten zusammenfinden und ihre Kanten verlieren. Was am Ende ins Glas kommt, schmeckt nach Frucht und nicht nach Fass, und trägt mit 13 % gerade so viel Alkohol, dass nichts davon wärmt.
Ein helles Goldgelb im Glas. Der Duft öffnet mit Blüten, weiß und zart, dahinter steht reifes gelbes Obst. Am Gaumen dann Quitte und Aprikose, getragen von einer Säure, die nie spitz wird. Der Wein ist halbtrocken ausgebaut und trägt diese Handbreit Restsüße gut — sie rundet, statt zu kleben. Der Abgang bleibt harmonisch. Bei 8 bis 10 Grad servieren.
Am Tisch gehört er zu Kaltem: Meeresfrüchte, Lachs kalt angerichtet. Und er hält, was seltener gelingt, auch dem Nachtisch stand — Süßspeisen bringen ihn nicht aus der Ruhe, weil er ihnen genug eigene Frucht entgegensetzt.
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